Monatskalender: 01.01.2017 00:00

Die Cloud ist in aller Munde. Wenn man aber Tageszeitung liest oder mit Freunden oder Bekannten darüber redet, lassen sich leicht viele Missverständnisse oder falsche Vorstellungen und Erwartungen feststellen.

Mit dem Ausbau der schnellen Netzwerke wird das, was man "Cloud Computing" nennt, immer mehr zu einer Hauptkomponente der Arbeit einer Privatperson mit Smart Phone, Tablet PC, Laptop und Desktop PC werden, und zwar unabhängig von der verwendeten Platform (Microsoft Windows, Apple OS oder Android). In diesem Beitrag werde ich versuchen die Vorgänge an Hand der Dropbox als Beispiel zu erläutern.

Wer noch keinen Dropbox Account haben solte, soll sich nachdem Lesen dieses Artikels von mir zur Anmeldung einladen lassen und danach die Dropbox SW installieren. Das hat für mich den günstigen Nebeneffekt, dass mit einer von mir eingeladenen Anmeldung mein Speicher um 500 MB erhöht wird.

Über die Anmeldung bei Skydrive von Microsoft am Ende mehr.

Mit ein Dropbox Konto bekommt man erstmal einen gratis Speicher von 2 GByte. Aber das ist kein Speicher im herkömmlichen Sinn eines Tausch-Laufwerks, das man über (W)LAN, im Heimnetz oder im Betrieb wählt. Es gibt deshalb auch keinen Laufwerks-Buchstaben, den man als Laufwerk ansteuert. Meistens sind solche Laufwerke ein Hort, wo viele Dateien säuberlich organisiert abgelegt sind, die man an verschiedenen Orten gleichzeitig benötigt, oder wo man seine eigenen Dateien speicher und sie so für andere verfügbar macht.

Nein, Speicher bei Dropbox ist mehr als das! Nach Einrichten eines Kontos und Installation der Software findet man auf dem Rechner, auf rauf man gerade arbeitet, ein Verzeichnis, das Dropbox heißt. Dieses Verzeichnis findet man auf deutschsprachigen Computern im Benutzerverzeichnis und Unterverzeichnis "Meine Dokumente". Man kann in diesem Verzeichnis Dateien ablegen, an denen man arbeitet oder die aktuell benötigt werden. Aber hier setzt die geniale Idee des Cloud Computing an. In dem Moment, in dem eine Datei in ein Dropboxverzeichnis oder Unterverzeichnis abgelegt wird, wird die Datei automatisch gespiegelt auf dem Dropbox Server. Das hat den großen Vorteil, dass diese Datei auf sämtlichen eigenen Smart Phones, Tablet PCs, Laptops oder Desktop PC's verfügbar ist, sobald man mit diesen Geräten im Internet ist.

Nehmen wir mal an, man hat einen Desktop PC und ein Laptop. Auf dem Desktop PC ist die Dropbox SW installiert. Jetzt installiert man die Dropbox SW auch auf dem Laptop. Weil man dasselbe Konto verwendet, erkennt das Installationsprogramm, dass es auf einem zweiten Rechner installiert werden soll und fragt dann, ob du das auch willst. Wenn man das bejaht, werden deine Daten und Verzeichnisse vom Dropbox-Server auch auf deinem Laptop abgelegt. Wenn nun eine Datei im Dropboxverzeichnis auf dem Desktop PC aktualisiert wird, wird die Datei auf dem Dropbox Server aktualisiert und steht auf den Laptop genauso zur Verfügung. Dieser Prozess heißt Synchronisierung. Man erkennt diesen Prozess daran, dass sich das Dropbox Symbol von einem grünen Haken in zwei weiße Pfeile verändert, die sich im Kreis drehen. Somit ist die aktuelle Dateiversion immer die auf dem Dropbox Server. Für iPhone, iPad oder Android Geräte gibt es entsprechende Apps, die auf den Dropbox-Server zugreifen können, wenn er genauso angemeldet ist, wie auf dem Rechner oder einem entsprechenende Graät.

Nun will man auch die Dateien anderer zur Verfügung stellen. Dafür gibt es die Möglichkeit, ein Verzeichnis frei zu geben. Dazu meldet man sich auf die Webseite www.dropbox.com mit Konto Namen und Passwort an. Danach bekommt man eine Webseite mit der gleichen Übersicht, wie auf dem lokalen Rechner angeboten wird. Man wählt das Verzeichnis, welches man freigeben will, mit einem rechten Mausklick an und klickt dann auf "zum Ordner einladen". Im nachfolgenden Fenster wird die E-Mail-Adresse des Gastes angegeben und es ist Platz für ein paar Notizen. U.a. soll man die Leute darüber informieren, dass man mindestens ein Dropbox Konto anlegen, aber nicht unbedingt die Software installieren muss. Viele sträuben sich, weil man die Konzequenzen nicht überblickt. Aber für jeden, der das Programm installiert, bekommt man als Einladender seinen Dropboxspeicher um 500MB erweitert.

Sind die Daten sicher bei Dropbox?

Ja, weil andere Dropbox-Nutzer Ihre Dateien in der Dropbox nur dann sehen, wenn man Links zu Dateien freigeben oder Ordner freigeben angemeldet hat. Eine andere besondere Eigenschaft der Dropbox ist, dass man seine gelöschten Daten wieder zurückholen kann. Man kann sich gelöschte Dateien anzeigen lassen und wiederherstellen. Dieses Feature habe ich schon nutzen müssen. Allerdings ist die Dropbox kein Ersatz für ein Datenarchiv. Man sollte nur aktuelle Dateien dort belassen und gelegentlich nicht mehr benutzte Datein lokal auf der Festplatte speichern. Die Dropbox ist auch nicht geeignet als Fotoarchiv. Dann wäre der Speicherplatz bald nicht mehr ausreichend. Programme, wie z.B. Picassa, sind dafür besser geeignet.

Bei Microsoft gibt es den Skydrive. Allerdings setzt der einen sogenannten "Live Account" bei Microsoft voraus (https://skydrive.live.com/?id=documents). Leider wird bei der Anmeldung eine ganze Menge von Windows Live Anwendungen angeboten, die man vielleicht gar nicht will. Es empfiehlt sich, die Verwendung von Skydrive erst bei Windows 8 sowie Office 2013 einzusetzen.